Welche Dämmung wähle ich?

Gut eingepackt vom Keller bis zum Dach

Im Winter angenehm warm, im Sommer kühl und das Wohnklima muss angenehm sein. An die Wohnung oder das Haus werden hohe Ansprüche gestellt. Steigen die Heizkosten und der Energieverbrauch, dann sollte über eine entsprechende Dämmung nachgedacht werden. Eine sinnvolle Haus- oder Wohnungsdämmung leistet einen wichtigen Beitrag, um Kosten und Kohlendioxid zu sparen.

Renovieren lohnt sich immer

Bei Neubauten gilt die Fassadendämmung längst als Standard, aber auch Mieter und Eigentümer von älteren Objekten können im Rahmen einer energetischen Renovierung nachrüsten. Neben den Wänden benötigen auch das Dach und die Fußböden einen guten Wärmeschutz. Werden beispielsweise im Zuge einer Renovierung die Außenwände, die Kellerdecke und das Dach gut gedämmt, werden bis zu 80 Prozent an Heizkosten eingespart. Im Sommer ist es genau umgekehrt: Die Dämmschicht hält die Hitze draußen und die Räume sind kühler.

Welches Material ist geeignet?

Welches Material für das Objekt in Frage kommt, sollte mit einem Dämmexperten abgesprochen werden. Zum Einsatz kommen hauptsächlich geschäumte Werkstoffe. Siebzig bis achtzig Prozent der verwendeten Dämmstoffe in Wärmedämmverbundsystemen sind aus Styropor, rund 15 Prozent verwenden Mineralwolle und der Rest entscheidet sich für Naturmaterialien. Alle Stoffe sind in verschiedenen Stärken und in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich.

Alternative Stoffe zum Dämmen

Neben dem erwähnten klassischen Styropor, das vor allem wegen den günstigen Anschaffungskosten so beliebt ist, gibt es zahlreiche alternative Stoffe zum Dämmen. Wird der baubiologische Aspekt näher betrachtet, sollte die Wahl auf einen anderen Dämmstoff fallen. Diese Dämmstoffe sind zwar etwas teurer, aber ökologisch sind Dämmungen aus nachwachsenden Materialien zu empfehlen. Zu den nachwachsenden Dämmstoffen zählen Stroh, Hanf, Schafwolle, Flachs und Kork.

Dach sanieren

Durch eine geeignete Dachdämmung wird der Wohnkomfort stark beeinflusst. Soll im Zuge der energetischen Sanierung ein Dachausbau stattfinden, empfiehlt sich die Zwischensparrendämmung. Das bedeutet, dass das Dämmmaterial in Matten- oder Filzform zwischen den Sparren, also den Balken zwischen Traufe und Frist, eingebaut wird. Wichtig dabei ist, dass eine Dampfbremse angebracht wird. Eine PE-Folie schützt den Dämmstoff in den Wänden und an der Decke vor Feuchtigkeit. Bei Sparrenkonstruktionen bietet sich außerdem eine Dämmschüttung an. Dafür geeignete Stoffe sind Zelluloseflocken oder Perlite. Es wird dabei von einer Einblasdämmung gesprochen, weil die Stoffe über einen Schlauch in die Hohlräume eingeblasen werden.

Die Gebäudehülle

Am Objekt werden hauptsächlich Wärmedämmverbundsysteme, umgangssprachlich besser als Vollwärmeschutz bekannt, angebracht. Bei der Sanierung muss unbedingt auf die Anschlüsse an Türen und Fenster geachtet werden, nur so können Wärmebrücken verhindert werden. Neben den Wärmedämmverbundsystemen kommen auch hinterlüftete Fassaden zum Einsatz. Die hinterlüfteten Fassaden bestehen aus Baukörper, Dämmstoff, einer Luftschicht und einer Konstruktion für den Witterungsschutz. Die belüftete Fassade besteht aus Einzelteilen und die können bei Bedarf besser recycelt werden.

Die Innendämmung

Manchmal kommt eine Außendämmung nicht in Frage. Das kann bei denkmalgeschützten Häusern der Fall sein oder bei erhaltenswerten Fassaden, zum Beispiel bei einem Sichtmauerwerk. Dann besteht die Möglichkeit der Innendämmung. Experten empfehlen für die Innendämmung Schaumglas- oder Kalziumsilikatplatten.

Eine interessante Alternative

Die Transparente Wärmedämmung ermöglicht die passive Nutzung der Sonnenenergie. Lichtdurchlässige und luftdichte Kunststoffröhrchen werden nebeneinander angeordnet und bilden eine Wärmedämmschicht. Darunter wird eine dunkle Absorberschicht angebracht. Kommt das Sonnenlicht auf die Oberfläche der Fassade, wird es von den Kunststoffröhrchen zuerst an den Absorber und von diesem an das Mauerwerk weitergeleitet. Das Mauerwerk dient als Wärmespeicher und gibt wie ein Heizkörper die Energie in das Innere des Gebäudes ab.

Welche Maßnahme zuerst?

Wärme steigt nach oben und deshalb entstehen die größten Energieverluste durch schlecht gedämmte Geschoßdecken. Deshalb sollte die Geschoßdämmung immer Vorrang haben. Ob in weiterer Folge alte Fenster getauscht beziehungsweise saniert werden und die Außenwände oder die Kellerdecke gedämmt werden, hängt vom thermischen Zustand des Gebäudes ab.

Was ist eigentlich eine Instandhaltungsrücklage?

Wird ein Wohngebäude älter, müssen irgendwann gewisse Reparaturen durchgeführt werden. Um diese am gemeinsamen Eigentum schnell und fachgerecht durchführen zu können, wird von jedem Wohnungseigentümer eine Instandhaltungsrücklage verlangt. Die gesetzliche Regelung findet sich in § 21 Abs. 5 Nr. 4 Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

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Wann benötigt man ein neues Dach?

Das Dach eines Hauses dient in erster Linie zur Wärmedämmung: Es schützt das Haus vor Wind und Wetter, vor extremer Kälte und vor Hitze. In der Regel wird ein Hausdach so errichtet, dass es über viele Jahre hinweg bestehen bleibt – oft muss es, bis auf kleinere Renovierungsarbeiten, erst nach Jahrzehnten erneuert werden. Doch woran erkennt man, dass eine Renovierung des Hausdachs erforderlich ist? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

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